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Informationen zu Barrierefreiheit

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Wir möchten einen Besuch des Botschaftsgebäudes sowie den Zugang zu unseren Serviceleistungen gerne für alle Besucher erleichtern.

Das Foto zeigt eine Lesebrille auf Text in Braille-Schrift
Lesebrille auf Text in Braille-Schrift© www.colourbox.com

Hinweise für Menschen mit Behinderungen

Die Botschaft unterstützt Menschen mit Behinderungen bei einem Besuch der Botschaft San José und stellt den Zugang zu allen unseren Serviceleistungen (Antragstellungen und Vorsprachen in konsularischen Fragen sowie Gespräche mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern) so unkompliziert wie möglich sicher.

Behindertenparkplätze

Die Botschaft befindet sich in der achten Etage eines Bürogebäudes in Sabana Norte. Das Gebäude verfügt für BesucherInnen über eigene Stellflächen – auch mit behindertengerechtem Besucherparkplatz. Die Geländezufahrt ist mit einem Pförtner besetzt.

Zugang zum Dienstgebäude der Botschaft

Von den Besucherparkplätzen ist der Gebäudeeingang ebenerdig über eine Rampe erreichbar. Der Haupteingang ist mit zwei automatischen Glasschiebetüren versehen. Bei der Anmeldung wird dem Besucher eine Chipkarte ausgehändigt, die durch eine weitere Glasschiebetür den Zugang zur Lobby vor den Aufzügen ermöglicht. Das Lesegerät ist auch für Rollstuhlfahrer gut erreichbar. Ein behindertengerechter Zugang bis in den achten Stock ist durch zwei Aufzüge gewährleistet. Bauliche oder technische Unterstützungen für blinde oder sehbehinderte Menschen sind in den Aufzügen vorhanden. Der Zugang zur Pass- und Visastelle ist barrierefrei. Eine rollstuhlgerechte Toilette steht im Besucherbereich leider nicht zur Verfügung, jedoch innerhalb der Botschaft. Melden Sie sich bitte an der Rezeption, so dass wir Ihnen den Zugang ermöglichen können. Sollten Sie einen Gesprächstermin innerhalb der Räumlichkeiten der Vertretung vereinbart haben, so stehen wir Ihnen beim Durchlass durch die Sicherheitsschleuse gerne unterstützend zur Verfügung.

Barrierefreiheit, Mobilität, Reisen und Unterkunft innerhalb Costa Rica

Mit den Gesetz N°7600 hat die Regierung von Costa Rica den Grundsatz zur Chancengleichheit für Menschen mit Behinderungen eingeführt. Seitdem wird kontinuierlich an der Optimierung des Zugang und der Nutzung von öffentlichen Anlagen wie Nationalparks, Hotels, Flughäfen, Krankenhäuser etc. gearbeitet. Jedes neu erbaute Gebäude muss den Standards entsprechen und barrierefrei sein. Allerdings müssen bereits vorhandene Gebäude nicht den Standards entsprechend nachgerüstet werden. Eine gute Vorausplanung ist daher für ein Gelingen Ihres Aufenthaltes in Costa Rica von entscheidender Bedeutung. Viele Mittelklassehotels und solche der gehobenen Kategorien verfügen über behindertengerechte Einrichtungen. Es empfiehlt sich eine Orientierung und ggf. Kontaktaufnahme über die entsprechende Internetseite (zumeist spanisch und englisch). Für eine individuelle Reiseplanung nach Ihren Wünschen bieten mehrere Reiseunternehmen Dienstleistungen an, um auf persönliche Bedürfnisse und Wünsche Rücksicht zu nehmen.

Im städtischen Raum – dies schließt die Hauptstadt San José mit ein – ist die Fortbewegung in Costa Rica aufgrund des schlechten Zustands der Gehwege und der Straßenübergänge für Menschen mit Behinderungen stark eingeschränkt. Bei Besichtigungen wird hier eine Begleitung angeraten. Der öffentliche Nahverkehr ist insbesondere für Rollstuhlfahrer nicht geeignet (keine Niederflurbusse). In größeren Städten können jedoch barrierefreie Taxis bei verschiedenen Unternehmen angefordert werden. Einige der wichtigsten Museen sind barrierefrei.

Costa Rica ist ein weltweit geschätztes Reiseziel für Liebhaber von Fauna und Flora. Die meisten Nationalparks sind allerdings nur schwer zugänglich bzw. verfügen nicht über barrierefreie Wege. Erste Projekte zur Schaffung barrierefreier Zugänge sind jedoch durch das Nationale System von Schutzgebieten (SINAC) erfolgt. Nach einer Evaluation sind folgende Parks für das Programm zur Barrierefreiheit ausgewählt worden: Vulkan Poás (derzeit wegen vulkanischer Aktivität geschlossen), Vulkan Irazú, die Nationalparks Santa Rosa, Manuel Antonio und Carara sowie das Nationalmonument Guayabo. Am weitgehendsten behindertengerecht ausgebaut wurde zwischenzeitlich der Nationalpark Carara, welcher über einen behindertengerechten Weg zum Besuch verfügt.

Schulen – Förderung für lerneingeschränkte/behinderte Kinder in Costa Rica

An costa-ricanischen Schulen wird gesetzlich verpflichtend ein Nachteilsausgleich durchgeführt, der die Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnissen in den normalen Schulbetrieb zum Ziel hat. Er wird je nach Bedürfnissen des Kindes in Form einer in Zusammenarbeit von Lehrpersonal, Familien und externen Experten abgestimmten „Anpassung“ (adecuación) realisiert. Die Vorschriften gelten sowohl für internationale, deutsche, als auch für die Schulen des Gastlandes.

Es sei jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass derzeit und aus der Vergangenheit keine Erfahrungen hinsichtlich der tatsächlichen Beschulung/Integration/Inklusion lerneingeschränkter/behinderter Kinder vorliegen. Mit Blick auf die Lücken zwischen Anspruch und Wirklichkeit sollte daher bei der Planung der Beschulung eines lerneingeschränkten/behinderten Kindes gezielt nachgefragt werden.

In der Regel bestehen an den Privatschulen in Costa Rica umfassendere Fördermöglichkeiten. So verfügt die Deutsche Humboldt-Schule San José über ein Inklusionskonzept, zu dem diese auf Anfrage auch gerne Informationen zur Verfügung stellt.

Bei Fragen zu den o.g. Themenbereichen können Sie sich unter info@sanj.diplo.de gerne an die Botschaft San José wenden.

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