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Landsleutebrief vom 23. März 2020

23.03.2020 - Artikel

Liebe Landsleute,

heute haben wir gute Nachrichten für Sie: der erste Flieger mit den dringendsten Notfällen ist gestern Abend heimgekehrt. Heute Abend folgen die weiteren meist medizinischen Notgruppen. Und dann geht es los mit weiteren: ich freue mich, Ihnen mitzuteilen, dass Außenminister Maas weitere Flugzeuge im Laufe dieser Woche hat chartern können.

Wie bisher, ist die Botschaft für die Abfertigung verantwortlich. Wir gehen nach den von Ihnen eingestellten Kontaktdaten vor, also halten Sie Ihre Handys in der Nähe und sehen Sie Ihre Mails in kurzen Abständen ein. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir ganz kurzfristig Bestätigungen von Ihnen benötigen, damit keine der kostbaren Plätze verfallen.

Wie Sie selbst gesehen haben: die Situation in Deutschland hat sich zugespitzt. Hier ist alles noch relativ ruhig und sicher. Wir wissen, dass die Situation für Sie nicht einfach ist, Sie sorgen sich womöglich um sich selbst, jedenfalls aber um Ihre Lieben. Ehrlich gesagt, dass geht uns an der Botschaft nicht anders. Wir hätten das Recht auszureisen wegen der Krise, bleiben aber Ihretwegen alle hier. Auch alle Halbtagskräfte sind für Sie im Ganztags-Einsatz, sogar die Ehepartner der Diplomaten arbeiten bereits, auch samstags und sonntags, mit. Daher bitte ich Sie: machen Sie es uns nicht schwerer. Ich versichere Ihnen, wir tun alle unser Bestes. Daher bitte ich Sie um etwas Geduld, bzw. um rasche Antworten. Sie sehen ja: wir holen Sie heim.

Ich bedanke mich jetzt schon bei allen, die so konstruktiv mitgearbeitet haben, an Sie, die Sie sich die Mühe mehrerer Eintragungen gemacht haben, zu Vorsprachen bei der Botschaft waren, zu Umbuchungen in Hotels genötigt waren. Danke!

Gemeinsam schaffen wir das.

Und dann: Kommen Sie wieder, wenn die Krise vorbei ist. Dies ist ein wunderschönes Land, und die Regierung leistet Großes, in dem sie uns mit vielerlei Ausnahmegenehmigungen diese Rückholflüge möglich macht. Es gibt kaum schönere Natur und wir könnten uns keine besseren bilateralen Partner wünschen.

Ihre

Martina Nibbeling-Wrießnig

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